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Haus der Heimat

Ausstellungen
 

Die Neumark. Begegnung mit einer historischen Landschaft
Ausstellung über das ehemalige Teilgebiet der Mark Brandenburg jenseits der Oder.

Lagow in der Neumark, historische Ansichtskarte (Ausschnitt)
Foto: © Bund der Vertriebenen, Landesverband Hessen

Haus der Heimat in Wiesbaden
Friedrichstraße 35 • Parkplätze im Parkhaus Karstadt

Die Ausstellung »Die Neumark – Begegnung mit einer historischen Landschaft« will eine wenig bekannte Region vorstellen und auf ein oft vergessenes Kapitel deutsch-polnischer Geschichte aufmerksam machen.
Die Neumark
als Bezeichnung für ein ehemaliges Teilgebiet der Mark Brandenburg jenseits der Oder ist heute weder Polen noch Deutschen geläufig. Als Ergebnis des Zweiten Weltkriegs in das polnische Staatsgebiet eingegliedert, haben sich dort bis heute zahlreiche Zeugnisse deutscher Kultur, vor allem historische Bauwerke erhalten
Die historische Landschaft umfasst im Wesentlichen das Gebiet nördlich der Warthe-Netze-Linie, östlich der unteren Oder und westlich des Flüsschens Drage. Dieses Kerngebiet blieb zwar so im Laufe der Geschichte nahezu erhalten, war aber im Zuge der mittelalterlichen Herrschaftsbildung und der daraus resultierenden territorialen Ansprüche zahlreichen Veränderungen unterworfen.
Erst 1535, als die Neumark dem jüngeren Sohn des brandenburgischen Kurfürsten Johann I. als selbständiges Fürstentum zugesprochen wurde, galt die Bezeichnung Neumark für das gesamte Gebiet.
Die Trockenlegung der Sumpflandschaften im Oder-, Warthe- und Netzebruch vor allem während der Regierungszeit Friedrich II. brachte einen erheblichen Gewinn fruchtbaren Landes, auf dem zumeist nichtpreußische Kolonisten angesiedelt wurden. Diese trugen zur wirtschaftlichen Konsolidierung nach dem Siebenjährigen Krieg bei.
Die Kämpfe in der Endphase des Zweiten Weltkriegs kosteten Tausende der noch verbliebenen Einwohner das Leben. Die Nachkriegszeit führte zu tief greifenden Veränderungen.
Die Angliederung des Gebiets an den polnischen Staat und der vollständige Bevölkerungsaustausch hinterließen bei den Geflohenen und Vertriebenen ein Gefühl der Entwurzelung, der Vorläufigkeit und der Fremdheit. Ähnliche Erfahrungen machten aber auch die polnischen Neusiedler aus dem ehemaligen Ostpolen, die in dieses Gebiet umgesiedelt wurden. Erst in den 1980er Jahren und nach der Wende setzte eine Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und dem kulturellen Erbe in der Region ein.
Heute ist die Neumark Teil der polnischen Wojewodschaften Lubuskie und Zachodniopomorskie und gehört zur deutsch-polnischen Euroregion Viadrina.
Die Ausstellung ist thematisch nach den architektonischen Zeugnissen deutscher Kultur in der Neumark gegliedert. Sie zeigt auf 26 Tafeln ausgewählte neuere und historische Abbildungen von Städten, Klöstern, Kirchen, Schlössern und Herrenhäusern. Die neueren Aufnahmen stammen von dem Potsdamer Fotografen Mathias Marx.

Öffnungszeiten
Mo. bis Fr. 14:00 bis 19:00 Uhr
Sa. 10:00 bis 14:00 Uhr
Eintritt
frei


Der Kulturring des Hauses der Heimat in Zusammenarbeit mit dem
Bund der Vertriebenen, Landesverband Hessen e.V.
veranstaltet eine Feierstunde zum

50jährigen Bestehen des Hauses der Heimat

Samstag, 15. September 2012, 16 Uhr
Haus der Heimat
Friedrichstraße 35, Wiesbaden

Im Anschluss an die Veranstaltung findet die Eröffnung der Ausstellung
"50 Jahre Haus der Heimat in Wiesbaden - Heimat für Vereine und Landsmannschaften"
statt

P R O G R A M M
Begrüßung

Manfred Laubmeyer
Vorsitzender Kulturring, Haus der Heimat
Grußworte

Dr. Helmut Müller
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden

Siegbert Ortmann
Landesvorsitzender des Bundes der Vertriebenen
Schlußwort

Helena Päßler
Kulturring

Eröffnung der Ausstellung

"50 Jahre Haus der Heimat in Wiesbaden
Heimat für Vereine und Landsmannschaften"



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